Neunter Eintag

Wir haben es geschafft!

Am Mittag des 14.10 passierten wir den türkisch-georgischen Grenzübergang. Recht schnell kümmerten wir uns um einen Lagerplatz, an dem Falk sich hinlegen konnte, um sich auszukurieren. Das restliche wir machte sich auf zu einer kleinen Expedition in das Dorf, durch welches wir bereits gefahren wahren. Es lag zwischen schneebedeckten Bergen (auf fast 2000m), in einer wunderschönen Landschaft. Die Armut, der wir dort begegneten, hatte etwas Schönes, aber auch etwas Trauriges. Wieder im Zelt, spürten wir erneut, dass es Nachts in diesen Höhen doch deutlich kälter ist.

Der nächste Morgen brach an und Falk ging es bereits besser, dafür hatte die Krankheit eine weiteres Opfer gefunden, auch Philip hatte es übel erwischt.

So gestaltete sich die Weiterfahrt schwierig, doch immerhin ging es weiter. Nur Laurin war noch (besser gesagt wieder, ihn hatte es noch in der Türkei erwischt), auf den Beinen. Nach dem wir das Zelt aufgestellt hatten, machte er sich  noch auf den Weg , Bauern bei der Kartoffelernte zu helfen. Zwei Stunden später kam er mit einem Rucksack voller Erdäpfel zurück, wir machten Brei daraus.

Am nächsten Morgen besichtigten wir das Höhlenkloster in Vardizia, ein riesiger Höhlenkomplex, einige Stunden verbrachten wir in dem alten Bauwerk und bewunderten die in Stein gehauenen Zimmer. Das Tal war deutlich grüner als die Berge und auch der Wind wehte hier unten nicht so stark.

Gegen Abend lud uns Sergo ein, auf seinem Grundstück zu Zelten. Er bat uns noch auf eine Tasse Tee herein, in der Hoffnung wir könnten ihm dabei helfen, einen  Ford-Transit Kipplader in Deutschland zu erwerben. Leider konnten wir, trotz vieler Mühen nichts bewirken.

Der folgende Tag war immer noch kühl und umso angenehmer war es, in ein Restaurant einzukehren und uns den Magen mit georgischen Leckereien voll zu schlagen.

Bei unserer Zeltplatzsuche am späten Mittag, platzten wir in die Schlachtung einer Kuh, fragten die Dorfbewohner ob wir in der nähe zelten dürften, es war kein Problem.

Das Hauptziel des nächsten Tages war die Besichtigung einer Burg. Bei genauerer Betrachtung fiel auf, dass es sich fast gänzlich um einen Nachbau handelte.

Einen Tag später sahen wir dann richtige Burgruinen, eine nach der anderen tauchte auf den Berghängen entlang eines Flusses rechts von uns auf. Eine von ihnen segnete uns sogar mit einer netten Bekanntschaft. Wir trafen dort einen Russen, der sehr begeistert von unserer Unternehmung war. Wir führten eine angenehme Unterhaltung.

Heute holperten wir mit unseren Rädern  einen  steinigen, unwegsamen Weg entlang, dieser Zog sich bis zum Abend, führte uns aber erstmals Richtung Westgeorgien.

Nun sitzen wir in einem gemütlichen  Restaurant und lassen es uns gut gehen.

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