Vierter Eintrag

Seit Montag (11.09.2017) Mittag sind wir nun in Serbien und der heutige Eintrag wird sich um unsere Erfahrungen dort drehen .

Das Land ist nicht in der EU, weshalb wir bei dem Grenzübertritt auch unsere Pässe vorzeigen mussten. Die Währung hier heißt Dina, 120 Dina sind ein Euro.

Der Tag an dem wir in Serbien ankamen, war äußerst warm, ein kühles Bad in der Donau war daher die perfekte Erfrischung. Da der Fluss mittlerweile kein Grenzfluss mehr war, konnte es hier auch keine Probleme geben. 

Dann ging es weiter nach Novi Sad, unsere erste serbische Großstadt. Sie hinterließ einen bleibenden Eindruck, mit ihren Gebäuden und der Armut, die in Serbien spürbarer als in jedem vorherigen Land war. Die Weiterfahrt wurde durch einen Plötzlichen Regenschauer erschwert, der langsam zu einem starken Dauerregen motierte. Wir bauten das Zelt in strömender Nässe auf und kochten unser Abendbrot im Vorzelt.

Der nächste Tag wollte nicht so wirklich in Fahrt kommen, die Sachen mussten noch trocknen und es gab einen platten Hinterreifen. Dieser Reifen bremste uns einige Stunden später abermals aus und auch am frühen Abend wurden wir mit einem luftlosen Vorderreifen, am selben Fahrrad gesegnet. 

Der notgedrungene Schlafplatz, den wir uns deshalb suchen mussten, erwies sich als sehr schön. An diesem Abend entzündeten wir das zweite Feuer der Fahrt.

Auf nach Belgrad! Hieß es am nächsten Morgen.

Doch es gestaltete sich als schwierig ohne Internet einen Zeltplatz oder ein Hostel zu finden. Letzten Endes fanden wir dann jedoch ein Hostel mit perfekter Lage, direkt in der Innenstadt. Der Besitzer war ein freundlicher Serbe, der die Deutsche Sprache gut beherrschte.

Belgrad ist eine schöne und entspannte Stadt, das Essen ist lecker und günstig dazu kommen noch die vielen freundlichen Menschen, denen man überall begegnet.

Am Abend wollten wir noch etwas Trinken und eine Kleinigkeit essen gehen, in einem Restaurant trafen wir Hasan, einen Palästinenser, der schon seit sechs Jahren in Belgrad lebt. Er bot uns eine kleine Stadtführung an, wir freuten uns sehr darüber. So zogen wir mit Hasan durch Belgrad, er zeigte uns einiges und erzählte uns Vieles. Es war ein wunderschöner Abend. 

Die Hostelnacht war angenehm. Bevor wir uns wieder auf unsere Räder schwangen lauschten wir gespannt der Lebensgeschichte des Hostelbesitzers. Danach war es daran einen Ausweg aus Belgrad zu finden, was wegen der schlechten Beschilderung, genauer gesagt wegen einem verdrehten, einige Zeit in Anspruch nahm.

Kaum hatten wir Belgrade verlassen wurden wir durch einen Panne aufgehalten, eines der Räder hat ein Platten, durch Dornen auf dem Fahrradweg waren ganze neun Löcher im Schlauch. 

Nach dieser Pause und 20 km später genehmigen wir uns etwas beim Bäcker. Die Preise waren unschlagbar, wir bekamen für umgerechnet nicht einmal 4 € Backwaren die in Deutschland über 10 € gekostet hätten, zudem schmeckte es auch noch besser als in unserer Heimat. Wir fuhren noch weiter bis es dunkel war und suchten dann einen Schlafplatz. 

Heute ging es weiter bis zum Silbersee, an dem wir gerade eine Pause machen. 

Auf dem Weg dorthin trafen wir einen netten, deutschen Radfahrer, mit dem wir gemeinsam, auf der Fähre, die Donau überqueren. 

Rückblickend können wir über Serbien sagen, dass die Menschen hier sehr freundlich und gesprächig sind, für kleines Geld kann man eine Menge gutes Essen bekommen. Die vielen wilden Hunde, denen wir am laufenden Band begegneten (an diese werden wir uns ab jetzt jedoch vermutlich gewöhnen müssen), waren ein weniger schöne Erfahrung

 

und auch die protzigen Hotels inmitten von heruntergekommenen Plattenbauten waren ein falsches Bild.

Nun geht es weiter zum Eisernen Tor und danach weiter nach Rumänien. Ab jetzt wird es wieder bergiger und wir sind gespannt wie sich die Landschaft noch verändert.

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